Nachruf


Elmy Lang-Dillenburger

Elmy Lang-Dillenburger

Elmy Lang-Dillenburger

Zierlich elegant, vornehm zurückhaltend, so bleibt sie uns in Erinnerung.

1921 in Pirmasens geboren, dürfte sie das älteste VS-Mitglied gewesen sein – ein aktives Mitglied. Die Seminare des VS besuchte sie regelmäßig. Ihr Wissen und ihre Erfahrung brachte sie in die Diskussionen ein.

Über ihr Privatleben ist wenig bekannt. Sie verstand es, sich kunstvoll den banalen Ansprüchen an eine Vita zu entziehen. Nach einer kaufmännischen Ausbildung folgte ein Fremdsprachenstudium (Englisch, Französisch, Italienisch) in München und Paris. Als Auslandskorrespondentin und Dolmetscherin reiste sie sie viel durch Europa, was sich auch in ihrem literarischen Werk niederschlagen sollte.

Seit 1970 lebte sie als freie Autorin und dies mit erstaunlicher Konsequenz. In allen literarischen Genres war sie zu Hause. Sie schrieb Romane, Lyrik, Theaterstücke, Kinderbücher und Hörspiele.

Wir, die meist eine Generation jünger waren als sie, durften über ihre Vitalität, die sie vornehm dezent zelebrierte, staunen. Die letzte Dame im Quartett – und doch so lebendig, so neugierig auf das Leben.

Ihre Prosaliteratur zeichnet sich durch Genauigkeit im sprachlichen Ausdruck aus. Keine Verspieltheit, keine Experimente finden sich darin. Im Roman „Bis der Adler stürzt „zeig sie sich als Chronistin der Zeit – ihrer Zeit.

Wir haben eine gute Freundin verloren.