Wettbewerbe / Ausschreibungen


Hier finden Sie Infos rund um interessante Wettbewerbe und Ausschreibungen für Autoren in Rheinland-Pfalz und bundesweit.

Landesprogramm Jedem Kind seine Kunst

Antragsverfahren für das erste Halbjahr 2021

Sehr geehrte Künstlerinnen und Künstler,an dieser Stelle möchte ich Sie über den Verfahrensablauf für die Durchführung von Projekten im Rahmen des Landesprogramms Jedem Kind seine Kunst, die im ersten Halbjahr 2021 stattfinden sollen, informieren.1. Infos für „Neulinge“
1.1 Ausfüllen des Künstler-FragebogensIch bitte Sie, über folgenden Link: http://kulturland.rlp.de/de/kultur-vermitteln/jedemkind-seine-kunst/formulare-vordrucke/ – den Künstler-Fragebogen online auszufüllen und diesen online sowie per Post mit den erforderlichen Unterlagen (bspw. Belege über Ausbildung/Studium oder finanzielle Einkünfte) und Ihrer Unterschrift bis zum 21.08.2020 an dasMinisterium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Referat 15225 Postfach 3220 55022 Mainzzu schicken.

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Es ist beabsichtigt, die Daten aus dem von Ihnen ausgefüllten Fragebogen sowie Ihr Foto auf http://kulturland.rlp.de/de/kultur-vermitteln/jedem-kind-seine-kunst/kuenstlerinnen-und-kuenstler/ zu veröffentlichen. Mit der Rücksendung des Fragebogens, Ihrer Unterschrift und der Zusendung des Fotos erklären Sie Ihr Einverständnis dazu. Die Rechte des Fotos müssen bei Ihnen liegen. Mit der Zusendung des Fragebogens erklären Sie ebenso Ihr Einverständnis dazu, dass das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur alle persönlichen und sachlichen Daten, die dieser Antrag enthält, zum Zweck der Antragsbearbeitung und statistischen Auswertung elektronisch verarbeitet. Sie sind ferner damit einverstanden, dass das Ministerium die Daten den externen Jurymitgliedern zuleitet. Die personenbezogenen Daten von Ihnen werden gelöscht oder gesperrt, sobald der Zweck der Speicherung entfällt. Darüber hinaus haben Sie verschiedene Rechte, über die Sie sich ausführlich bei VIII. „Rechte der betroffenen Person“ auf https://mwwk.rlp.de/de/datenschutz/ informieren können. Ich bitte Sie, uns zeitnah ein Foto von Ihnen per E-Mail zu schicken, welches ebenfalls in der Datenbank veröffentlicht werden soll.Später eingehende Unterlagen können in dem aktuellen Verfahren nicht mehr berücksichtigt werden. Weiterhin bitte ich Sie, in dem Künstler-Fragebogen max. drei Projektideen zu beschreiben. Diese Projektideen sind anschließend die verbindliche Grundlage für die konkreten Leistungsangebote. Für die Beschreibung Ihrer Projektideen benutzen Sie bitte keine zusätzlichen Blätter, da diese hier nicht aufgenommen werden.Zukünftig haben Sie, wenn Sie als Künstlerin bzw. Künstler in der Datenbank gelistet sind, einmal im Jahr die Möglichkeit, Projektideen zu verändern, hinzuzufügen oder streichen zu lassen.  Der Künstler-Fragebogen wurde als PDF entwickelt und sollte über den Internet Explorer geöffnet werden, da es mit Firefox und Safari zu Problemen in der Darstellung kommt.  Handschriftlich ausgefüllte Fragebögen werden nicht bearbeitet. Sie müssen den Künstler-Fragebogen am PC ausfüllen, speichern und ihn als E-Mail-Anhang versenden.  Bitte achten Sie darauf, dass Sie das Formular auch ausdrucken und mit Ihrer Unterschrift per Post an das Ministerium versenden.

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1.2 Bewertung der Projektideen
Nach Einsendeschluss des Künstler-Fragebogens wird eine Fachjury die von Ihnen entwickelten Projektideen bewerten und dem Ministerium einen Vorschlag zur Annahme oder Ablehnung unterbreiten. Bei der Auswahl der Projekte werden die entwickelten Leitlinien zugrunde gelegt. Ende September 2020 erhalten Sie per Mail eine Rückmeldung über die getroffene Entscheidung. Bei Annahme Ihrer Projektidee/n werden Sie als Künstlerin oder Künstler in die im Internet veröffentlichte Datenbank aufgenommen. Zudem werden dort die angenommenen Projektideen veröffentlicht. Künstlerinnen und Künstler, deren Projektideen vollständig abgelehnt wurden, werden nicht in die Datenbank aufgenommen. Das MWWK muss die Ablehnung einer Projektidee gegenüber der Künstlerin oder dem Künstler nicht begründen.2. Infos für „alte Hasen“ (bereits in der Künstlerdatenbank aufgenommene Künstlerinnen und Künstler)2.1 Änderungen/Ergänzungen vornehmenBitte schauen Sie in der Künstler-Datenbank, ob Ihre Daten aktuell sind. Wenn Sie Veränderungen vornehmen möchten, können Sie dies mithilfe des KünstlerFragebogens tun, den Sie unter folgendem Link finden: http://kulturland.rlp.de/de/kulturvermitteln/jedem-kind-seine-kunst/formulare-vordrucke/. Sie müssen dann auch die ersten beiden Seiten ausfüllen. Sie können außerdem Ihre Projektideen umformulieren, neu formulieren, die Projektideen löschen lassen und durch neue ersetzen oder zusätzlich weitere Projektideen hinzufügen.2.2 Bewertung der ProjektideenNach Einsendeschluss des Künstler-Fragebogens wird eine Fachjury die von Ihnen neu entwickelten Projektideen bewerten und dem Ministerium einen Vorschlag zur Annahme oder Ablehnung unterbreiten. Bei der Auswahl der Projekte werden die entwickelten Leitlinien zugrunde gelegt. Ende September 2020 erhalten Sie per Mail eine Rückmeldung über die getroffene Entscheidung. Bei Annahme Ihrer Projektidee/n werden die angenommene/n Projektidee/n in der Künstler-Datenbank veröffentlicht. Sofern Sie keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen haben, werden Ihre Projektideen nicht neu bewertet. In dem Fragebogen haben Sie die Möglichkeit zu kennzeichnen, ob Sie Ihre Projektideen inhaltlich oder redaktionell bearbeitet haben.

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3. Infos für alleKooperationsbildungWenn Ihre Projektidee/n angenommen wurden bzw. bereits in der Datenbank aufgeführt sind, haben Sie in der Phase der Kooperationsbildung die Möglichkeit, Ihre Projektideen potenziellen Kooperationspartnern vorzustellen und mit diesen die Durchführung von Projekten für das erste Halbjahr 2021 zu vereinbaren. Parallel dazu können interessierte Kooperationspartner mit Ihnen Kontakt aufnehmen, um Projekte auf der Grundlage der veröffentlichten Projektideen zu vereinbaren. Jeder Kooperationspartner und jede Künstlerin sowie jeder Künstler darf pro Projektphase bis zu drei Projekte durchführen. Sie legen die mit dem Kooperationspartner besprochenen Projekte dem MWWK in Form des Leistungsangebotes vor. Das Leistungsangebot ist in einfacher Ausfertigung jeweils mit Originalunterschriften von Ihnen als Künstlerin oder Künstler und des Kooperationspartners an die oben genannte Adresse zu senden. Hierbei sind wiederum die dann veröffentlichten Fristen zu beachten! Anträge, die nach dem Einsendeschluss für die jeweilige Projektphase eingehen, bleiben unberücksichtigt. Das MWWK wird nach Vorlage aller Leistungsangebote aufgrund seines pflichtgemäßen Ermessens eine Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel treffen und die Künstlerinnen und Künstler sowie die Kooperationspartner darüber per Mail informieren. Das MWWK muss die Nichtannahme eines Leistungsangebots gegenüber Ihnen nicht begründen.Für Fragen zum Verfahren steht Ihnen im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz Frau Juliane Ritter (06131/16-2747 oder juliane.ritter@mwwk.rlp.de) gern zur Verfügung.

Leitlinien zur Umsetzung

1. Zielsetzung des Landesprogramms
Die kulturelle Bildung stellt einen Schwerpunkt der rheinland-pfälzischen Kulturpolitik dar, der in dem 2013 ins Leben gerufenen Landesprogramm „Jedem Kind seine Kunst“ seine Entsprechung findet. Mit dem Programm verfolgt die Landesregierung das Ziel, bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein dauerhaftes Interesse an Kunst und Kultur zu entwickeln und vor allem jenen einen Zugang zu ermöglichen, für die das Erleben und eigene Mitgestalten von Bildender Kunst, Tanz, Musik und weiterer Kunst- und Kulturgattungen bislang nicht selbstverständlich ist. Der Zugang zu Kunst und Kultur soll für die jungen Teilnehmenden dabei kein einmaliges Erlebnis bleiben, sondern ein nachhaltiges Interesse begründen, das ihr Heranwachsen begleitet. Mit dieser Zielsetzung entwickeln professionelle Künstlerinnen und Künstler Projektideen, die die Kreativität der jungen Teilnehmenden befördert, sie zu eigenem künstlerischen Ausdruck anregt und deren Lebenswirklichkeit einbezieht. Die Qualität der Projekte zeigt sich sowohl in der künstlerischen Herangehensweise als auch in der pädagogischen Umsetzung durch die Kulturschaffenden, die mit ihren Kooperationspartnern gemeinsam für eine nachhaltig wirkende kulturelle Bildungsarbeit eintreten.
Die nachfolgenden Leitlinien sollen Kulturschaffenden als Orientierung und Unterstützung dienen. Zugleich machen sie deutlich, welche Indikatoren der Auswahl förderungswürdiger Projekte im Rahmen des Landesprogramms „Jedem Kind seine Kunst“ zugrunde liegen.

2. Qualifikation der Künstlerinnen und Künstler
Professionelle Künstlerinnen und Künstler, die am Landesprogramm mitwirken, verfügen über eine künstlerische Qualifikation und pädagogische Erfahrungswerte1, die sie z.B. in Form von Abschlusszeugnissen und biografischen Angaben belegen.                                                            1Anbei einige Beispiele für pädagogische Erfahrungswerte: Die mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler haben bereits Projekte in Kindertagesstätten und Schulen oder mit außerschulischen Kooperationspartnern durchgeführt. Sie sind hierbei strukturiert vorgegangen und haben – passend zur jeweiligen Zielgruppe – geeignete Vermittlungskonzepte und Methoden in ihre Arbeit einbezogen. (Was möchte ich wie vermitteln?) Die mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler haben an Fort- bzw. Weiterbildungen teilgenommen, die sie für die kulturelle Bildungsarbeit besonders qualifizieren. Hierbei ging es z.B. um: – Rolle und Wirkung von Kulturschaffenden in Bildungskontexten – Gelingensbedingungen künstlerischer Praxis in Bildungskontexten – Vermittlung erziehungswissenschaftlicher Kennnisse – Vermittlung didaktisch-methodischer Herangehensweisen
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Sie weisen ferner nach, dass sie bereits Projekte mit Kindern, Jugendlichen und/oder jungen Erwachsenen durchgeführt haben.

3. Qualität der Projekte
3.1 Künstlerisches Selbstverständnis
Die Künstlerinnen und Künstler reflektieren ihr künstlerisches Selbstverständnis und machen anhand ihrer Projektbeschreibungen deutlich, welche Ziele sie mit ihren Vorhaben verfolgen und wie sie diese umsetzen wollen. Anhand ihrer Aussagen wird ihr Selbstverständnis als Künstlerin/Künstler deutlich und damit nachvollziehbar, was sie im Kontext der jeweiligen Kooperationseinrichtung bewirken und der jungen Zielgruppe künstlerisch vermitteln möchten. Auch zu ihrer pädagogischen Herangehensweise sollten die Projektverantwortlichen Aussagen treffen.

3.2 Innovativ und kulturell vielfältig
Die Qualität der Projekte misst sich auch an deren Innovationspotential und der überzeugenden Wahl von Thema, Methode(n) und Projektformat. Innerhalb des Landesprogramms soll noch intensiver als bisher die Vielfalt verschiedener kultureller Angebote gestärkt werden. Vor dem Hintergrund des Übergewichts an Angeboten der Bildenden Kunst behält sich die Landesregierung vor, Projektideen aus anderen Kultursparten bei der Jurierung privilegiert zu behandeln, sofern das Qualitätslevel der anderen Projekte dies zulässt.

3.2 Zielgruppe
Die Künstlerinnen und Künstler begründen, warum ihre Projekte für eine bestimmte Zielgruppe gedacht sind. Es soll hierbei deutlich werden, inwiefern Projekte die Lebenswirklichkeit und die individuellen Voraussetzungen der jeweiligen Zielgruppe (z.B. hinsichtlich Alter, Entwicklungsstand, bisheriger Zugang zu kultureller Bildung) berücksichtigen. Die Künstlerinnen und Künstler machen klar, wie sie Kinder, Jugendliche und/oder junge Erwachsene zu eigener Kreativität und Partizipation motivieren wollen. Mädchen und Jungen im Grundschulalter anzusprechen, ist mit dem Landesprogramm bereits gut gelungen. Stärker als bisher sollen fortan auch Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden – mit Projekten, die speziell auf ihre Interessen und Bedürfnisse zugeschnitten sind.

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4. Kooperation/Vernetzung
Das Landesprogramm zielt auf eine nachhaltige Wirkung der Projekte. Ziel ist daher, dass diese nicht unverbunden in den jeweiligen Kooperationseinrichtungen realisiert werden. Künstlerinnen und Künstler sollen vielmehr mit ihren Kooperationspartnern gemeinsam nach Wegen suchen, wie die Projekte in den Einrichtungen bestmöglich verankert werden und wie verlässliche Partnerschaften und Netzwerke im Bereich der kulturellen Bildungsarbeit entstehen bzw. sich weiterentwickeln können. Grundvoraussetzung hierfür sind klare Absprachen mit den Kooperationspartnern. Das MWWK regt an, dass beide Seiten Ansätze und Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit dokumentieren und sie sich im Idealfall mit weiteren Partnern im Bereich der kulturellen Bildung zu einem kommunalen Netzwerk entwickeln.

5. Organisation
Für das Gelingen von Projekten spielen zeitliche und räumliche Bedingungen eine wichtige Rolle. Zeitlicher Umfang und Ausstattung müssen zum geplanten Vorhaben in einem angemessenen Verhältnis stehen. Die Künstlerinnen und Künstler treffen daher in ihren Projektbeschreibungen begründete Aussagen zu zeitlichen und räumlichen Anforderungen. Unabhängig davon, ob sie selbst professionell ausgestattete Räume vorhalten oder diese von ihren Kooperationspartnern gestellt werden, sollen diese in Größe, Ausstattung und Atmosphäre den jeweiligen künstlerischen und pädagogischen Anforderungen entsprechen. Die Größe der teilnehmenden Gruppe sollte dem jeweiligen Projekt ebenfalls angemessen sein. Als Richtwert gilt eine Mindestteilnehmerzahl von zehn Teilnehmenden; die Obergrenze für ein Projekt bei 25 Teilnehmenden. Abweichungen sind zu begründen. Bitte beziehen Sie die aktuellen Entwicklungen und geltenden Vorschriften im Zuge der Corona-Pandemie in Ihre Projektentwicklung und -gestaltung ein. Auf der Seite https://corona.rlp.de/de/startseite/ finden Sie die jeweils aktuellen Vorschriften.

Bedingungen zum Download hier

Fragebogen zum Download hier

 


Hinweis: Wettbewerbe mit einer Kostenbeteiligung oder solche, die für Autoren keinen besonderen Mehrwert bieten, werden nicht aufgelistet.