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DGB-Bildungskonferenz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir brauchen die Aufhebung des Kooperationsverbots für die beste Bildung für alle Kinder und Jugendliche

„Das Bildungssystem steht vor großen Herausforderungen, um allen Kindern und Jugendlichen die beste Bildung und gleiche Chancen zu gewährleisten. Zu diesen Herausforderungen gehören die Digitalisierung, die Aufgaben der Inklusion, die Integration von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunft sowie ein besserer Übergang von der Schule in den Beruf. Die Bundesländer können diese großen Aufgaben alleine nicht bewältigen, und deshalb fordere ich, dass das Kooperationsverbot von Bund und Ländern im Grundgesetz komplett abgeschafft wird. Nur wenn der Bund die Länder bei der Bildung finanziell und verlässlich unterstützt, schaffen wir die besten Voraussetzungen für eine gute Bildung und einen gerechten Zugang in die Bildungssysteme für alle jungen Menschen!“ Dies unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der heutigen Bildungskonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Berlin, bei der sie im Rahmen ihrer Rede die zentralen Herausforderungen in der Bildungspolitik für Bund und Länder am Beispiel von Rheinland-Pfalz vorstellte.

Die Bildungskonferenz stand im Zeichen einer abschließenden Bewertung der Umsetzung der Ziele des Dresdner Bildungsgipfels aus dem Jahr 2008. Die Ministerpräsidentin stellte in ihrer Rede fest, dass Bund, Länder und Kommunen die Bildungspolitik in den letzten Jahren deutlich vorangebracht haben. Beim Bildungsgipfel 2008 hatten sich der Bund und die Länder mit der Qualifizierungsinitiative für Bildung ambitionierte Ziele gesetzt, um auch künftig einen sozialen Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte aber zugleich in ihrer Rede, dass die Bilanz des Bildungsgipfels auch aufzeige, wo noch Handlungsbedarf existiere. „Mir liegt dabei besonders am Herzen, dass wir bei unseren Bemühungen um einen gerechten Zugang zu Bildung nicht nachlassen. Bildungschancen hängen in Deutschland noch immer stark vom Bildungsabschluss der Eltern ab. Für mich als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz ist dies nicht zufriedenstellend, denn jedes Kind braucht gleiche Chancen, unabhängig von der Herkunft“, betonte die Ministerpräsidentin.
In ihrer Rede zog die Ministerpräsidentin eine positive Bilanz für Rheinland-Pfalz: „Rheinland-Pfalz ist Bildungsland. In Rheinland-Pfalz ist die Bildung von der KiTa bis zur Hochschule gebührenfrei. Dies ist aus meiner Sicht der richtige Weg für die gesamte Bundesrepublik, denn der Bildungsweg darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Zu den weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Bildung gehören ein Ausbau der frühkindlichen Bildungsangebote, die Erhöhung des Angebotes an Betreuungsplätzen sowie der Ausbau von Ganztagesangeboten. In Rheinland-Pfalz konnten wir die entsprechenden Angebote in den vergangenen Jahren deutlich steigern“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Abschließend dankte die Ministerpräsidentin Prof. Klemm und dem DGB für ihre kritische Begleitung und ihre Bilanz bezüglich der Umsetzung der Ziele des Dresdner Bildungsgipfels. „Ihre kritische Bilanz wird uns dabei helfen, die richtigen Maßnahmen in die Wege zu leiten, um die bestmögliche Bildung für unsere Kinder zu ermöglichen. Ich bin überzeugt, dass der Bund, die Länder und die Kommunen in den kommenden Jahren weiter engagiert daran arbeiten werden“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
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„Eine großartige Schriftstellerin und bedeutende Hörspielautorin“

Hommage für Günter-Eich-Preisträgerin Friederike Mayröcker

Leipzig, der 4. September 2017. Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig hat den mit 10.000 Euro dotierten „Günter-Eich-Preis“ 2017 an die österreichischen Schriftstellerin Friederike Mayröcker verliehen. Mit einer Hommage im Rahmen des Sommerfestes der Stiftung am 7. September 2017 auf dem Mediencampus Villa Ida wird die Preisträgerin nun geehrt. „Leider sieht Friederike Mayröcker aufgrund ihres Alters bereits seit längerem von größeren Reisen ab, sodass eine persönliche Preisverleihung in Leipzig nicht möglich ist. Mit unserer Hommage wollen wir diese großartige Schriftstellerin und bedeutende Hörspielautorin in einem größeren Rahmen würdigen“, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig. Entsprechend wird die Hommage ab 17.45 Uhr auf dem Mediencampus „Villa Ida“ stattfinden, bevor im Anschluss das traditionelle Sommerfest der Medienstiftung offiziell eröffnet wird.

Als Moderator wird Thomas Bille durch die Veranstaltung führen und mit dem Juryvorsitzenden und langjährigen Hörspielchef des WDR Wolfgang Schiffer sowie Jurymitglied Linde Rotta, der Lebensgefährtin Erich Loests und Mit-Initiatorin der Radiopreise der Medienstiftung, ins Gespräch kommen. Die Hommage wird aufgezeichnet und am 11. September gemeinsam mit dem Mayröcker-Hörspiel „Die Umarmung, nach Picasso“ ab 22 Uhr auf MDR Kultur zu hören sein.

Friederike Mayröcker, geboren am 20. Dezember 1924 in Wien, gehört zu den renommiertesten, produktivsten und innovativsten Schriftstellerinnen deutscher Sprache. Ab 1939 veröffentlichte sie erste literarische Arbeiten, seit 1946 Gedichte, 1956 erfolgte mit „Larifari“ ihre erste selbständige Publikation. Die Welt des Hörspiels betrat sie gemeinsam mit Ernst Jandl und dem Stück „Fünf Mann Menschen“, das 1968 entstand – ein knapp fünfzehnminütiges Stück, das dem sogenannten Neuen Hörspiel in Deutschland zum Durchbruch verhalf. In den folgenden Jahren entstanden in Zusammenarbeit mit Ernst Jandl noch einige weitere Hörspiele, bald jedoch auch eigenständige Werke die, oftmals von ihr selbst stimmlich interpretiert, mit Regisseuren wie Heinz von Cramer, Klaus Schöning, Ulrich Gerhardt oder Götz Fritsch und Kompositionen von u. a. Gerhard Rühm, Mauricio Kagel und Pierre Henry realisiert wurden. Die Jury des Günter-Eich-Preises würdigte Mayröckers „souveräne Weiterführung von konkreter Poesie zu einer völlig eigenen Tonlage.“ In ihren Hörspielen habe „das Hören das Sehen gelernt“.

Der von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig ausgeschriebene „Günter-Eich-Preis“ würdigt Autorinnen und Autoren, die dem Radio-genre Hörspiel ein Oeuvre von inhaltlicher und formaler Kompetenz gewidmet haben. Er wird im jährlichen Wechsel mit dem „Axel-Eggebrecht-Preis“ für Radiofeature-Autoren vergeben.
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